Einfach immer der Beschilderung folgen

Trotz der zunehmenden Beliebtheit von Smartphones und den teils integrierten GPS-Funktionen, trotz der zahlreichen Apps, die inzwischen weltweit den Weg weisen können und trotz der Tatsache, dass bereits viele Mietwagen über eingebaute Navigationssysteme verfügen, würde man als Autofahrer ohne eine öffentliche Beschilderung noch immer ganz schön auf der Strecke bleiben. Dennoch hat aktuell die Stadtverwaltung der Schweizer Metropole Zürich beschlossen, ihren Schilderwald zu reduzieren und von den derzeit rund 55.000 Hinweistafeln im Straßenverkehr alle nicht unbedingt notwendigen zu entfernen. Ob sich die Reduzierung der Hinweisschilder zum nächsten Autobahnanschluss, über gebührenpflichtiges Parken oder zu den bei Touristen beliebten Höllgrotten in Baar wirklich als übersichtlicher herausstellen wird und die Verkehrssicherheit dadurch erhöht, bleibt vorerst abzuwarten.

Wer nicht in die Schweizer Berge, sondern in texanische Gefilde aufbricht, der ist mit Sicherheit froh über Beschilderungen, die ihm helfen, sich seinen Weg durch den ölreichen Südstaat der Vereinigten Staaten von Amerika. Denn so schön die Zugfahrt mit der Texas State Rail Road, bei der man nicht selber auf den Weg achten muss, so sehr ist die Wahrscheinlichkeit hoch, dass man danach noch auf eigene Faust ein wenig diesen Teil der USA erkunden möchte. Die Beschilderungen in Texas allerdings machen es leicht, hier auch als Neuling immer ohne Umwege zum Ziel zu gelangen. So ist man auch auf der sicheren Seite, was Geschwindigkeitsbegrenzung, Anschnallpflicht, Alkoholkonsum oder das richtige Verhalten bei 4-Stopps-Schildern betrifft. Denn selbst, wer bereits einmal in den USA Auto gefahren ist, muss sich eventuell neu orientieren: Jedes Bundesland hat hier seine eigenen Gesetze.

Wer etwas eigenes aus dem Texasurlaub mit heimbringen möchte, das ihn an die Zeit des Umherfahrens erinnert, der kann sich entweder Schilder zum Kennzeichnen von bestimmten Verkehrsrechten im Stile des Landes nachmachen lassen oder sogar ein Autokennzeichen von beispielsweise einem Texastruck erstehen. Das sollte zwar nicht unbedingt mit dem derzeitigen Nummernschild vorn am LKW ausgetauscht werden, aber nach vorne ins Fahrerkabuff kann man es guten Gewissens legen. So wird man immer an die vergangene Reise erinnert – und sollte es einmal nach Zürich gehen, gibt es eben wieder ein Schild mehr auf den Straßen der Stadt.

Foto: IMG_2863 von Paleontour, CC-BY

 

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